Erläuterungen zur Methode

3-Ebenen-Modell

Das Grammatikkarussell beschreitet den völlig neuen Weg, Text-, Satz- und Wortgrammatik zu trennen, und die Funktionen wie folgt zuzuweisen:

Textebene: Die Texte bilden eine Vielzahl von lebensnahen Situationen ab, in denen textgrammatische Bezüge gefordert sind.

Satzebene: Die endlichen Regeln werden auf den Satzkarten farblich markiert. Sie werden über ein Inhaltsverzeichnis modular organisiert.

Wortebene: Der (potentiell unerschöpfliche) Wortschatz variiert die Texte. Der Zusammenklang wird über den Farbcode organisiert. Das Ziel ist,  regelhaft korrekte Sätze zu bilden. Die Ausnahmen werden in den Hintergrund gerückt.

Textgrammatik

Das Grammatikkarussell zerlegt die Lernschritte auf der Textebene in winzige Schritte, um die dargestellten, hochkomplexen Vorgänge trotzdem fasslich zu halten. Jeder Dialog beinhaltet eine Minimalvariante, einen textgrammatischen Minimalfokus, der sich aufgrund der Textanforderungen, dem Wortschatz und dem Satzbau ergibt.

Satzgrammatik

Die Satzgrammatik wird kleinschrittig entwickelt. Die Entwicklungsschritte orientieren sich an einer Ordnung vom Leichteren zum Schwereren. Die satzgrammatischen Bezüge werden konsequent farblich markiert und vereinfacht benannt.
Auf der einen Seite hilft die farbliche Zuordnung den Lernern sich zu orientieren, ohne die grammatischen Fachbegriffe zu kennen.

Wortgrammatik

Das Grammatikkarussell organisiert den Wortschatz im Vorfeld, um dem Sprachenlerner das Suchen nach den richtigen, den passenden Wörtern zu erleichtern. Seine Grammatik ist der Ausgangspunkt aller textgrammatischen Überlegungen. Nomen, Verb und Adjektiv stehen in logisch-semantischen Zusammenhängen. Die Wortebene ist nach einem Farb- und Zahlencode organisiert, der den logisch-semantischen Zusammenklang abbildet.

Getrennte Progression

Auf jeder Ebene kann der Lerner seine individuellen Lernprozesse durchleben. Er kann sich schwierigen Aufgaben stellen, oder mit leichten Aufgaben das bereits Erlernte vertiefen.

Die Wortschatzprogression erfolgt durch

  • Nomenkarten in semantischen Gruppen

  • Verbkarten nach Valenzen sortiert

  • Attributkarten (Adjektive passend zu Nomengruppen)

Die Satzgrammatikprogression erfolgt entlang der Satzkarten durch:

  • präzise Fokussierung auf einen grammatischen Kontext

  • systematische Abfolge innerhalb eines grammatischen Abschnittes

  • systematisches Fortschreiten über die Grammatikkapitel

  • dialogische und monologische Übungen

Die Textgrammatikprogression erfolgt durch:

  • konsequente Einübung des pronominalen Ersatzes

  • situatives Einbetten der Zeitenfolge

  • Einbindung von Interjektionen

Die Trennung der Progressionen macht folgendes möglich:

  • Anfänger-Grammatik kann mit wenigen Worten in leichten Texten erarbeitet werden.

  • Anfänger-Grammatik kann mit fortgeschrittenem Wortschatz in leichten Texten erarbeitet, aber vor allem unendlich wiederholt werden.

  • Anfänger-Grammatik kann mit fortgeschrittenem Wortschatz in schwierigeren Texten endlos vertieft werden.

  • Fortgeschrittene Grammatik kann mit Anfänger-Wortschatz erarbeitet, um dann mit fortgeschrittenem Wortschatz in fortgeschrittenen Texten vertieft zu werden.

Von dieser Trennung profitieren besonders lernschwache, bildungsferne Lerner, da der Wortschatz ihnen angepasst werden kann, ohne den grammatischen Aufgabenfokus im situativen Kontext zu verlieren. Damit eignet sich „Das Grammatikkarussell“ auch für Quereinsteiger. Sobald Schüler aus ihren Ängsten herausgelöst werden, zeigen sich ihre Spontaneität und ihre Lernfreude.

Gesamtregister

Nachstehend ist das Register der grammatischen Abschnitte, die geplant sind.

Derzeit umfasst es nur den einfachen Satz.

Hier geht’s zum Register 

Die Arbeit mit dem 3-Ebenen-Modell

Nachstehend eine Sammlung von Argumentationen über das Wie der Arbeit mit den Komponenten des 3-Ebenen-Modells.

Hier geht’s zum 3-Ebenen-Modell

Die Arbeit mit den Satzkarten

Einige Ideen und Anregungen, wie die konkrete Arbeit mit den Satz- und Wortschatzkarten verlaufen kann, finden Sie unter:
Die Arbeit mit den Satzkarten