Das Lesematerial*
*) Das strukturierteste DaZ-Material seit der Erfindung des Buchdrucks!
Inhaltsverzeichnis
Leseförderung und Grammatiktraining
Integration von Grammatik und Wortschatz in das Lesematerial
Einzelne grammatische Sätze allein ergeben noch keinen kohärenten Text, wie wir ihn von unseren Schülerinnen und Schülern erwarten. Daher war von Anfang an klar, dass die grammatisch fokussierten Satzkarten durch ergänzendes Lesematerial sinnvoll erweitert werden müssen.
Grammatik soll nicht als isolierter, unliebsamer Teil des Lernprozesses wahrgenommen werden, sondern als integraler Bestandteil des Leseverstehens. Sie sollte dabei nicht nur strukturelle Regeln vermitteln, sondern auch anregende und erklärende Elemente enthalten, die über den eigentlichen Text hinausweisen.
Angesichts der unterschiedlichen Voraussetzungen der Lernenden – ob Erstleser, Wiederholer oder Quereinsteiger – sind variierende Lesematerialien notwendig. Auch die Lesehaltung (Schule, Nachmittagsbetreuung, Freizeit) muss in die Konzeption einbezogen werden.
Anforderungen an das Lesematerial:
- Reduzierte Wortwahl: Einfache, klare Wörter, die den Einstieg erleichtern.
- Reduzierte Grammatik: Klar strukturierte Sätze, die auf das Wesentliche fokussieren.
- Wiederholende Grammatik mit Genus-Wechsel: Das gleiche Muster wird mit unterschiedlichen Geschlechtern wiederholt.
- Wiederholung grammatischer Elemente in verschiedenen Kasus: Wiederkehrende Strukturen festigen das Verständnis.
- Eindeutige textuelle Verweise: Wortwiederholungen vermeiden Missverständnisse.
- Langsamer Aufbau von Wortschatzwissen: Neue Wörter werden schrittweise eingeführt und gefestigt.
- Förderung der Textkompetenz: Schrittweise Entwicklung von Lesefähigkeit und Textverständnis.
Auf diese Weise werden Grammatik und Lesekompetenz nicht getrennt vermittelt, sondern als zwei Seiten derselben Medaille verstanden – integriert, verständlich und praxisnah.
Für das individuelle Selbstvorlesen empfehlen wir den Lesestift EXAM READER 2, der es ermöglicht, Texte direkt individuell abzuhören.
Das Voraufsprechen von Klebeetiketten entfällt damit und erleichtert den Lehreralltag.

Die Lesebücher
Die Texte (Mini-Theater, Sketches und Übungen) der Varios sind sprachliche „Versuchsanordnungen“, die lebendig und humorvoll die Grammatik unter folgenden Aspekten bearbeiten:
- Strukturbetonte Sätze: Die Sätze sind nach klaren Strukturvorgaben aufgebaut und spielen gezielt mit Varianten von Satzstellungen, Modi, verschiedenen Kasus und auch Nebensatzstrukturen.
- Transformationen: Die Satzstrukturen werden so variiert, dass die Kernbedeutung beibehalten wird, aber Transformationen erkennbar werden.
- Regelhafte Muster: Die Sprachmuster laden zum Experiment ein und sind bewusst als wiederkehrende Elemente eingesetzt.
- Fokus auf Syntax: Die Dialoge wollen nicht nur Inhalt vermitteln, sondern auch syntaktische Zusammenhänge deutlich machen.
Das Vario 1, auch digital als Einzellizenz erhältlich, das erste Mitmach-Lesebuch im Grammatikkarussell-System.
Inhalte und Prinzip:
Kurze, entlastete Texte in Alltagssituationen in Form von Mini-Theatern (Sketches)
Lesende können Nomen, Adjektive und Verben eigenständig austauschen
Texte werden damit individuell und motivierend
Die durchgängige Grammatikmarkierung unterstützt die korrekte Formenbildung
Zielgruppen:
geeignet für Wiederholer und Quereinsteiger
Erstleser können mit kürzeren Beiträgen integriert werden
- soziale Arbeit mit Theaterpädagogik
Grammatikschwerpunkte:
bestimmter und unbestimmter Artikel (Fälle 1, 3, 4)
Konjugation im Präsens
Erweiterungen:
erste Einblicke in Possessivartikel
einfache Formen der Attributgrammatik
→ als Vorgeschmack auf das Arbeiten mit variablem Wortschatz im Grammatikkarussell
Das Vario 2 bietet vertiefende und bringt erweiternde Einsichten in die Kasus-Grammatik.
Kleine Ausflüge in erweiterte Anforderungen wie Possessivartikel und Attributgrammatik sollen einen Vorgeschmack auf das Potential des Arbeitens mit variablem Wortschatz geben, wie es das Grammatikkarussell vorsieht.
Leseleicht 1 ist ein Lesebuch für DaZ-Leseanfänger bzw. Erstleser in der Alphabetisierung.
Das zentrale Thema ist der Aufbau der Syntax.
Durch die Wiederholung von Textpassagen in allen drei Genera wird der Zusammenhang zwischen Artikel und Nomen/Pronomen nachvollziehbar.
Auch das Objekt im Vorfeld wird damit eingeführt.
Die ersten Abschnitte kreisen um das (Er-)Leben in der Familie – ein vertrauter Erfahrungsraum, der das Verstehen absichert.
Didaktische Grundlagen
Der Buchstabenkanon orientiert sich in weiten Teilen an der Lernwörtermethode (Fibel Pino).
Damit ist Leseleicht 1 auch für Lehrende geeignet, die mit der Marion-Bergk-/Marlene-Walter-Methode arbeiten.
Die Textabschnitte variieren vor allem den Genus.
Durch inhaltliche Wiederholung mit wechselnden Handlungsträgern entsteht
Lesesicherheit ohne Langeweile.
Kleine Übungen helfen,
den Grundwortschatz samt Artikel zu festigen
und syntaktische Positionen bewusst zu machen
Die Rückseite der Texte stellt gezielt minimale Merkanforderungen,
die zur grammatischen Vertiefung beitragen sollen.
Im Leseleicht 2 wird vermehrt an dem Textverständnis gearbeitet. Die Texte im 2. Teil sind etwas länger und auch komplexer.
Zusätzlich zu dem Bild der Erzählung wird neues Vokabular entlang der unteren Seitenlinie durch Bilder und Beschriftung erklärend vermittelt. Band 1. Papa und Ben machen einen Salat
Band 2. Ein Nachmittag mit Papa
Band 3. Ben und Mimi machen Palatschinken
Band 4. Ein Tag auf dem Bauernhof
Band 5. Keksebacken mit Oma
Band 6. Jan geht zur Untersuchung
Band 7. Ben und Mimi machen einen Ausflug
Band 8. David und Leo im Schnee
Band 9. Die Schatzsuche
Band 10. Zu Besuch im Tiergarten
Die Lieder
Wir arbeiten an einer Liedsammlung, zu der wir eine Struktur aufbauen wollen. Bis dorthin stellen wir die bereits bearbeiteten Lieder unter dem Link: Liedersammlung
zur Verfügung.