Skandal in der Deutschförderung

Was nie verglichen wurde.....

Deutschförderung - das unüberprüfte Material

Im gesamten D/A/CH-Raum gibt es keine Evaluation von Unterrichtsmitteln und -methoden.

Kinder mit Migrationshintergrund haben heute durchschnittlich einen Bildungsrückstand von 2-3 Jahren, was als normal angesehen wird. Es werden immer mehr Koordinatoren und Manager sowie Lehrkräfte für immer weniger Kinder eingesetzt. Trotz des intensiven Einsatzes von Ressourcen zeigen die Messergebnisse immer beunruhigendere Zahlen, die nun geheim gehalten werden (IKM+).

Output-Steuerung statt Input-Kontrolle

Immer mehr Tests sollen das Ergebnis des Unterrichtens messen. Millionen an Mittel werden dafür eingesetzt. Die Vernichtung von Steuermillionen lässt sich an der Erfolglosigkeit der Instrumentarien des BIFI ablesen.  

Nunmehr wurde mit Steuermillionen das Konzept der SprachkoordinatorInnen entwickelt, um wieder die alleinige Verantwortung auf die Lehrkräfte abzuwälzen.

Aber niemand kümmert sich mit der Ursache des Übels: die Untauglichkeit der Unterrichtsmaterialien.

Ergebnisse bei PISA 2022

Die schulischen Leistungen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund verschlechtern sich kontinuierlich bis dramatisch. Der Zustrom von Familien verstärkt dieses Problem.

Anstatt die Ursachen anzugehen, werden die Lehrkräfte noch stärker belastet: Die Klassenhöchstzahlen werden angehoben. Die Anforderungen an die Lehrkräfte werden durch bürokratischen Aufwand, Forderungen nach Inklusion bei sinkender Finanzierung von Integrationsstunden, und Testerei weiter erhöht. 

Es ist dringend erforderlich, dass die maßgeblichen Institutionen umdenken.

Sie wissen um das Problem!

Marion Döll: PH OÖ zum Thema Evaluation

Link als Text:

https://youtube.com/clip/UgkxXmb1gFqpNuX77WFU6qV8E0vYRiRfwHox?si=6dXJEGSkzWFjE6q9

Das Problem des unqualifizierten Unterrichtsmaterials ist allgemein bekannt, aber es wird nichts dagegen unternommen. Hören Sie den Originalton aus dem Jahr 2020. Vier verschlafene Jahre! 

Lehrkräfte müssen immer noch mit ungetesteten Materialien arbeiten und werden bei Problemen auf die Internetrecherche verwiesen. Daher werden immer mehr Lehrkräfte benötigt, da die Ergebnisse keine Besserung zeigen.

Die Lehrkräfte sollen als Wunderwuzzis die Hauptverantwortung für den Erfolg des Unterrichts tragen und die Bildung  der nächsten Generationen sichern. 

Lehrkräfte werden verheizt

Den Lehrkräften wird Unmögliches abverlangt:

Sie sollen 

  • sich das passende Material selbst suchen!
  • individualisiertes und maßgeschneidertes Material selbst erstellen.
  • in heterogenen Gruppen eine Disziplin entwickeln, die die Gesellschaft nicht mitträgt.

Diejenigen, die dafür eigentlich zuständig sind, die PHs, UNIs und Deutschfördereinrichtungen wie ÖDaf, verstecken sich hinter Floskeln wie Inklusion, Mehrsprachigkeit und Genderei.

Übrig bleiben die ausgebrannten Lehrkräfte und die mangelhaft unterrichteten Säulen unserer Gesellschaft von morgen.

 

SuS werden überfordert
Schülerinnen und Schüler stehen unter ständigem Testdruck. 
Die überfordernden Materialien erzeugen Lustlosigkeit, Desinteresse, Aggression und Gewalt. 
Die MikaDTests zwingen Lehrkräfte dazu, Unterrichtsinhalte zu vermitteln, die von den Schülern nicht verstanden werden könnenDer MikaDTest beinhaltet Satzkonstruktionen, die im Alltag nicht mehr gebräuchlich sind, wie zum Beispiel Nebensätze mit weil. 
Die Fähigkeit, diese bildungssprachliche Sätze zu bilden, entscheidet aber darüber, ob die Schüler in die Regelklasse aufsteigen oder in der Deutschförderung verbleiben.
Ertragserwartungen bestimmen die Materialien

Die vernichtenden Testergebnisse sind den Behörden kein Anlass, die Materialgestaltung einer Überprüfung zuzuführen. 

Noch immer bleibt es den Verlagen überlassen, anhand Wirtschaftlichkeitsparameter eine Publikation zu entscheiden. 

Das ist von gewinnorientierten Unternehmen auch so zu erwarten. Daher haben alle 30 angeschriebenen Verlage die Publikation des Grammatikkarussells als zu wenig gewinnträchtig eingestuft und daher abgelehnt. 

Wo bleibt das Qualitätsmanagement?

Die für Qualitätsmanagement zuständigen Organisationen müssten eingreifen und die Wirksamkeit der eingesetzten Unterrichtsmittel überprüfen.

Sie können nicht behaupten, nicht informiert zu sein, denn sie wurden nachweislich unter anderem mit eingeschriebenen Briefen über die Umstände informiert. 

Sie ignorieren die Hinweise und ducken sich hinter Aufregern minimaler Art wie der Effizienz des Mika-D-Tests und behaupte, dass mit der Ausbildung der Lehrkräfte alles getan wäre. 

Die Unis sollen die Finanzierung durch die Wirtschaft vorantreiben. Die Wirtschaft hat nur Gewinnorientierung zu betreiben, sie sind keine Wohltäter, denn ihre Steuerleistung bestimmt unser Sozialsystem. Daher unterbleibt die Überprüfung aus wirtschaftlichen Interessen.

Man verweist auch auf die Approbation. Die Sachverständigen des Bildungsministeriums kontrollieren nur die Lehrplanentsprechung und das Kindgemäße der eingereichten Werke. 

Ob und inwieweit sie sich im Unterricht bewähren, kann nur abgeschätzt, aber nicht definitiv erklärt werden. Denn dafür gibt es bislang keine Parameter!

Seit 2020 bemüht sich die Autorin des Grammatikkarussells, Christine Kasem, an Institutionen wie:

  • Pädagogische Hochschulen im In- und deutschsprachigen Ausland
  • Universitäten im In- und Ausland
  • Gewerkschaften
  • Bildungsdirektionen
  • Deutschförderzentren

eine Evaluation von Unterrichtsmitteln durchzusetzen.

Sie wird daran durch faule Ausreden und systematisches Ausgrenzen behindert. 
Der eigentliche Grund – dass man damit noch keine Erfahrung hat – wird totgeschwiegen.

Was man nie überprüft hat, kann auch nicht verglichen werden!

Die Evaluation und das Grammatikkarussell

Seit geraumer Zeit weisen Wissenschaftler darauf hin, dass es notwendig wäre, Unterrichtsmethoden und  Unterrichtsmittel zu evaluieren. 

So schreiben Abraham/Baurmann et al. (2007, S. 6-8), dass “wir […] zu wenig über tatsächliche Fähigkeiten der Lernenden (gemessen an Erwartungen und Postulaten) [wissen], es wird zu wenig genau formuliert und überprüft, was fachlich und entwicklungsbezogen abgesicherte Teilkompetenzen sind, und es gibt zu wenig konkrete Überlegungen zum Erwerb von Kompetenzen in konkreten Lernsituationen.”

Gleichzeitig messen wir in regelmäßigen Abständen unter Aufbietung hoher finanzieller und personeller Ressourcen mit diversen Testverfahren (Mika-D, PIRLS, Salzburger Lese-Screening, Individuelle Kompetenzmessung), ob und welche Kompetenzen die SchülerInnen im Unterricht erworben haben. 

Die aktuelle Statistik zur Deutschförderung (Oktober 2022) zeigt auf, dass eine größere Anzahl von Schulleitungen und Lehrkräften für DaZ sowohl für die Mika-D-Tests als auch USB-DaZ “häufig ‘keine Nutzung, nur Aufbewahrung’ angegeben” haben. Manche Schulleitungen nehmen sie auch als unbrauchbar wahr, oder forderten eine Überarbeitung der Tests (S. 24).

Bei USB-DaZ geht man von dem Postulat von Entwicklungsstufen der Lernenden aus, wobei niemals überprüft wurde, durch welche Mechanismen diese Entwicklungsstufen herbeigeführt, oder durch welche Methoden die behaupteten Stufen gesteuert werden können. Es wird behauptet, dass bei Erreichen einer Stufe eine Förderung lt. Förderplan  einsetzen kann. Niemand hat jemals evaluiert, ob die Ideen dazu wirksam sind, oder nicht.   

 

Die Rückstände bildungsferner SchülerInnen bei PIRLS 2016 betrugen bereits drei bis vier Lernjahre in der 4. Volksschulklasse. Die Tendenz zu einer Verschlechterung der Situation ist abzusehen. 

Prof. Jozef Darski verortet und zitiert 2015 (S.21): 

  • fachliche Unsicherheit der Lehrpersonen
    (Boettcher 2009a: XI f.)
  • fehlende Ursachenforschung  (Darski, 2015:21)
  • trotz Fülle vorhandener kontemporärer
    Grammatiken (Boettcher 2009a: XV)
  • erhebliche Divergenz der Linguisten in
    [….] grundsätzlichen Fragen (Helbig, 1977:5)

Er kommt zu dem Schluss, dass “sich niemand verantwortlich fühle”, was somit den “Schaden der Sprachkultur” mit sich bringt (Darski, 2015:23)

Auch 2019 zeigt Prof. Marion DöllPH OÖ, den Mangel an größeren Untersuchung über die Wirkung von Modellen und Methoden (Ausschnitt Vortrag) auf. 

Nach dem 10-minütigen Vortrag über mein Lernsystem an der Universität Wien, zu dem mich Frau Mag. Dr. Sabine Dengscherz, Privatdoz., zugelassen hat, fragte sie mich unter vier Augen, ob es denn politischer Wille wäre, dass die Menschen Deutsch lernen. Ihre Zielrichtung war klar zu verstehen. Daher antwortete ich, dass wir uns auch gegen die Politik stellen können. Ja, das sehe sie auch so, meinte sie.

In meinem offenen Brief vom 9.12.2022 fordere ich daher die Bundesregierung auf, die Evaluation von Unterrichtsmitteln anzuordnen. 

Eine Mehrsprachigkeit, wie sie von BMBWF, der Uni Wien und anderen Institutionen gefordert wird, kann genausowenig wie der Deutsch(förder)unterricht darauf verzichten, die gewählten Methoden und Mittel zu evaluieren. 

Ich hoffe, dass meine Leser dieser Forderung zustimmen und diese unterstützen. 


Christine Kasem

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